L wie Leinenexplosion: Warum jeder Spaziergang zum Kampf wird
Shownotes
L wie Leinenexplosion: warum jeder Spaziergang zum Kampf wird Viele Menschen glauben, ihr Hund habe ein Problem mit anderen Hunden. Oder mit Umweltreizen. Oder mit der Leine selbst.
Doch die Leine ist nicht das Problem. Sie macht sichtbar, was ohnehin da ist.
Wenn dein Hund an der Leine reagiert, zeigt er nicht Fehlverhalten, sondern eine Dynamik, die zwischen euch entsteht.
🧩 Worum es in dieser Folge wirklich geht Diese Folge ist kein Training. Es geht nicht um Leinenführigkeit, Korrekturen oder Methoden.
Es geht um:
- Spannung, die du unbewusst überträgst
- fehlende Orientierung im Alltag
- Kontrolle, die Klarheit ersetzt
- und einen Hund, der darauf reagieren muss
Denn: Klarheit schafft Struktur. Struktur ermöglicht Bindung.
⚠️ Wenn Training nicht mehr greift Du hast geübt. Du hast korrigiert. Du hast dich informiert.
Und trotzdem eskaliert es draußen immer wieder?
Dann liegt die Ursache nicht im Verhalten deines Hundes. Sondern in der Struktur eurer Beziehung.
🔍 Das Klarheitsmodell für Mensch & Hund Das Klarheitsmodell setzt genau dort an, wo klassische Ansätze enden: bei Beziehung, Verantwortung und Struktur.
Es geht nicht darum, deinen Hund zu verändern. Sondern zu verstehen, warum er reagieren muss.
🧭 Für wen diese Folge ist Für Menschen,
- die beim Spaziergang immer wieder an ihre Grenzen kommen
- die bereits vieles ausprobiert haben
- die keine weiteren Trainingsmethoden suchen
- die Verantwortung übernehmen wollen
- die bereit sind, ehrlich hinzusehen
🪶 Dein nächster Schritt Wenn du merkst, dass du nicht noch mehr Training brauchst, sondern Klarheit:
→ Der Online-Entscheidungsraum ist der Einstieg in das Klarheitsmodell
Format:
- Live online
- 2 Stunden
- max. 8 Teilnehmende
Fokus:
- Muster erkennen
- Beziehung verstehen
- Struktur statt Verhalten
Ziel: Klarheit darüber, wo du stehst und ob ein nächster Schritt sinnvoll ist.
💬 Keine Übungen 💬 Keine Einzelfallberatung 💬 Keine schnellen Lösungen
👉 Nur Klarheit.
❗ Wichtiger Hinweis Ich beantworte vorab keine individuellen Fragen. Nicht, weil ich nicht helfen will, sondern weil genau das Teil des Prozesses ist. Nicht-Entscheiden ist ebenfalls eine Entscheidung.
✨ Abschließender Gedanke Dein Hund reagiert nicht auf die Situation. Er reagiert auf dich in dieser Situation. Die Frage ist nicht, was draußen passiert. Sondern was zwischen euch entsteht.
Diese Folge war keine Anleitung. Und sie war auch nicht dafür gedacht, ein Problem zu lösen.
Sondern um dir zu zeigen, wo du wirklich stehst.
Wenn du das für dich klären willst, dann ist der Entscheidungsraum der nächste Schritt.
Alle Infos dazu findest du auf meiner Website www.praxis-hundewelt.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Ein liebes Hallo und herzlich willkommen beim Felgeflüster, dem Podcast für Menschen die spüren.
00:00:06: Es liegt nicht am Hund sondern an dem was zwischen euch passiert!
00:00:11: Hier geht es nicht um Trainings Tricks oder schnelle Lösungen sondern um Klarheit im System, um Verantwortung und vor allem um die Frage warum dein Hund dir wirklich folgt oder eben nicht?
00:00:28: Wir sind angekommen bei L wie Leinen-Explosion, warum Spaziergänge plötzlich zum Kampf werden.
00:00:35: Vielleicht kennst du auch diese Spazieregänge?
00:00:37: Du gehst eigentlich nur eine klitze kleine Runde mit deinem Hund und dann möchtest einfach entspannt laufen ein bisschen frische Luft schnappen vielleicht ihr irgendwie die Umwelt ansehen bisschen vom Alltag ja runter kommen und dann passiert es wieder.
00:00:55: Ein anderer Hund taucht auf oder ein Eichhörnchen läuft über den Weg und dein Hund spannt sofort an.
00:01:03: Er scannt die Umgebung, die Leine wird straff und du merkst schon Sekunden vorher was jetzt gleich passiert.
00:01:11: Und plötzlich explodiert einfach alles.
00:01:14: also er bellt der zieht er springt dich vielleicht auch an Der hat den kompletten Kontrollverlust und währenddessen spüren einfach viele Menschen vor allem eins Du spürst, wie der Stresspegel hochkommt.
00:01:29: Wie du in dieses Stresslevel gehst.
00:01:34: Manche Menschen, die schämen sich dann, manche werden bütend oder manche denken auch irgendwann Warum macht denn mein Hund das ständig?
00:01:41: Warum kann er nicht einfach einmal normal laufen?
00:01:45: Vielleicht denkst du auch Macht ihr das extra, macht ja mir das... zum Fleiß oder ja absichtlich, aber die eigentliche Frage ist vielleicht eine ganz andere.
00:01:55: Nicht wie verhindere ich jetzt diese Explosionen?
00:01:59: Sondern warum ist mein Hund überhaupt dauerhaft so angespannt dass er so von null auf hundert in dieses in dieser Situation so einsteigt?
00:02:08: weil Leinendexplosionen beginnen fast nie erst in diesem Moment der Eskalation, sondern sie beginnen in der Regel viel früher.
00:02:19: Und die Leine an sich verändert die Kommunikation.
00:02:23: Eine Sache wird dabei oft vergessen!
00:02:26: Die Leine ist etwas Menschengemachtes... Also es gab ja nicht den Hund, der gesagt hat, oh Mai das wäre jetzt so schön wenn mein Herrchen mich mal an der Leine ausführen würde... Wo bekomme ich denn so einen Teil nur her?
00:02:41: Und eigentlich wäre es auch toll, wenn die pink oder grün oder gelb werden, damit ich jeden Tag wechseln kann.
00:02:47: Nee!
00:02:48: Das ist menschgemacht.
00:02:50: und auch dieses, dass der Hund immer toll aussehen muss, toll gestylt sein muss, das er vielleicht zum Menschen passt.
00:02:59: Manche Hunde haben ja X-Tausend Garnituren.
00:03:04: Ich muss mich hier bekennen, auch ich gucke dass meine Hunde hier anständig ausschauen.
00:03:09: Also das mag ich einfach wenn es dann schön ausschaut.
00:03:13: aber es soll ja nicht nur schön ausschaun sondern auch funktionieren.
00:03:16: und hier muss man sich echt nochmal zurück besinnen oder das mal wir kennen lassen.
00:03:23: die Leine ist etwas Menschen gemachtes.
00:03:26: Das bedeutet der Hund kennt es nicht von Natur aus Und für uns ist sie normal, weil wir sie benutzen müssen.
00:03:34: Weil zum Beispiel in manchen Städten Leinenzwang herrscht, weil vielleicht mein Hund sonst unkontrolliert zu anderen Hunden laufen würde, weil er jagen gehen würde etc.
00:03:45: Für Hunde bedeutet die Leine I massive Einschränkung ihrer natürlichen Kommunikation.
00:03:53: und das war mir wirklich auch lange nicht bewusst Als ich so noch im Trainingsmodus war, da wurde mir gelehrt, warum oder wie ich das machen soll.
00:04:05: Wie ich jetzt hier umzugehen habe mit meinem Hund.
00:04:09: aber mir wurde nicht erklärt dass der Hund quasi in seinen Kommunikationsmöglichkeiten eingeschränkt wird.
00:04:17: und erst als sich das dann verstanden habe hat es einen Klick gemacht.
00:04:23: Und deswegen ist mir das jetzt auch so wichtig, aus meiner Erfahrung heraus das mit euch zu teilen.
00:04:30: Jetzt bin ich Jahrzehnte später und jetzt bin ich ja Hundetrainerin und gebe meine Erfahrungen weiter und bringe Mensch-Hundeteams erfolgreich dorthin wo wir wirklich viele verschiedene Lernerfahrungen machen durften!
00:04:47: Da ist es echt wichtig zu verstehen dass Hunde ganz viel über Bewegungen regulieren.
00:04:55: Über Abstand einhalten, über Bogen laufen, sich weg schnüffeln und so weiter... Also sie weichen manchmal aus!
00:05:05: Das geht an einer Einmieterleine nicht so gut und natürlich wenn man dann noch auf dem Engen Spazierweg unterwegs ist, also auf dem Gehsteig und dann kommt einem ein anderer Hund entgegen dem der Hund eigentlich natürlicherweise ausweichen würde in einem großen Bogen.
00:05:22: Dann geht das in den Moment nicht!
00:05:24: Wenn jetzt zwei Hunde ganz frei miteinander kommunizieren dürfen, dann laufen sie selten frontal aufeinander zu.
00:05:31: Sie bewegen sich weich... Sie bewiegen sich seitlich zueinander mit Distanz und an der Leine funktioniert eben genau das nicht mehr.
00:05:41: Man kürzt dem Hund den Weg, die Leinen werden dann manchmal nur so eingewurstelt.
00:05:46: wenn dann schon der andere Hund auf einen zukommt, dann gibt es gleich so die Panikattacke und die Menschen fangen an die Leine zu wurscheln oder überhaupt.
00:05:55: sie haben eine zwei Meter Leine und die donkelt ihnen da so komisch hin und her und sie wickeln sich am Anfang schon ein.
00:06:01: Das ist ja auch mit einer gewissen Anspannung verbunden.
00:06:05: Und wenn wir dann eben diese Leine zu kurz haben und Frontal auf andere Hunde zugehen, dann erzeugen wir frontale Druck!
00:06:14: Der Hund hat weniger Ausweichmöglichkeiten Und genau dadurch entsteht dann häufig diese innere Spannung.
00:06:20: Nicht weil jetzt der Hund dominant ist, nicht weil er den Menschen ärgern will sondern einfach weil ihr natürliches Kommunikationssystem plötzlich eingeschränkt wird.
00:06:29: und dann passieren eben solche Dinge wie Der Hund zieht auf die Seite weg oder der Hund zieh nach vorn oder er Schnüffel zu am Boden und will nach links wegdriften, kann aber nicht.
00:06:42: Der Besitzer zieht ihn vielleicht wieder zurück auf den Gehsteig anstatt diese Kommunikation zu erkennen.
00:06:48: Manchmal geht der Blick vom Hund auch zum Besitzer.
00:06:55: Weißt du, davor kommt jetzt ein großer schwarzer Hund.
00:06:58: Mit dem will ich eigentlich nichts zu tun haben und ich würd mich gerne nach links in den Wald wegschnüffeln.
00:07:04: Kannst du nicht mitkommen?
00:07:05: Und Frauchen oder Herrchen sagen ne, indem dass sie ihn quasi zurückziehen.
00:07:11: Ne wir gehen hier mal frontal drauf zu.
00:07:13: Wir gehen vorbei weil ich möchte vielleicht auch mit dem Menschen quatschen.
00:07:17: Die verlangen ihrem Hund dadurch einiges ab.
00:07:21: Hunde können das lernen!
00:07:23: definitiv lernen, dass es Situationen gibt wo sie einfach durch müssen und wo auch der Mensch dann übernimmt usw.
00:07:31: Aber man muss es ihnen einfach auch adäquat erklären und man muss ihnen das wirklich klein schrittlich zeigen wie Sie gemeinsam mit uns zum Ziel kommen weil in ihrer Welt funktioniert es ja im erster Linie nicht, dass man frontal auf diesen Hund dann zuläuft.
00:07:51: Jetzt will aber der Mensch das.
00:07:54: Also gibt es ein Kommunikationsproblem und wir müssen uns unserem Hund adäquat erklären, damit er kapiert.
00:08:01: ach so!
00:08:02: Wir gehen jetzt hier nur vorbei.
00:08:04: ich soll jetzt gar nicht großartig Hundekontakt haben oder so sondern wir gehen jetzt vorbei.
00:08:10: frauchin regelt das und dann ist das für den hund?
00:08:13: okay Manche Hunde gruseln sich halt immer noch und da ist der beste Weg, wirklich zu lernen auf seinen Hund zu achten.
00:08:22: Und dann eventuell auch mal den Waldabschnitt zu nehmen – zuliebe des Hundes!
00:08:27: Weil das stärkt auch die Bindung.
00:08:30: Also wenn der Hund merkt, hey wow!
00:08:33: Mein Frauchen versteht mich.
00:08:34: Die hat jetzt kapiert ich will mit dem anderen Hund überhaupt nichts zu tun haben.
00:08:39: Danke dass ich mich wegschnüffeln durfte.
00:08:41: danke das wir diesen Bogen gegangen sind.
00:08:43: dann muss sich manchmal vielleicht auch der Hund gar nicht weg schnüppeln sondern wenn Frauchen oder Herrchen das kapiert haben da es ja Bogen nötig ist Dann gehen wir den ja schon vorher und der Hund kann folgen.
00:08:55: Der kann sich an uns orientieren weil er weiß okay Sie hat das kapiert.
00:09:01: Sie geht jetzt den Bogen und ich kann hier wirklich entspannt mitlaufen, weil ich weiß dass sich diese fontale Kommunikationsfläche nicht leisten muss.
00:09:12: Das eigentliche Problem beginnt aber oft schon vor diesen Begegnungen.
00:09:18: Also viele Hunde laufen draußen permanent unter massiver Reizbelastung, also da gibt's hunderttausend Gerüche, dann gibt es viele Menschen vielleicht auch Menschen die für ein Hund komisch sind wie zum Beispiel Rollstuhlfahrer Leute die mit Krücken laufen wenn der Hund das jetzt nicht gewohnt ist Dann Fahrradfahrer, Autos, Geräusche andere Hunde Bewegung einfach überall.
00:09:44: Das Nervensystem bleibt dauerhaft aktiv und genau deshalb wirken manche Hunde draußen wie ständig online.
00:09:53: Sie können einfach indem sie nicht abschalten sie können sich nicht regulieren und nicht wirklich runterfahren Und das liegt auch oft am Hormon Cocktail der bei so einer Situation ausgeschüttet wird.
00:10:06: Weil, wenn man zum Beispiel jetzt Adrenalin nimmt.
00:10:11: Das ist Stresshormon und du hast hier eine stressige Situation oder du hast vielleicht sogar eine Situation in der dein Hund so über ne Stunde lang gestresst ist und immer wieder anfängt zu bellen, immer wieder anfangt zu jaulen
00:10:26: usw.,
00:10:26: dann ist das so ein massiver Stressmodus.
00:10:30: Es geht von null auf hundert dass es Adrenaline im Körper ist Aber von hundert auf null bis es wirklich wieder abgebaut ist, braucht es Zeit und das gestehen wir unseren Hunden oft nicht zu.
00:10:44: Also diese Zeit geben wir unseren Kunden häufig nicht um wieder in dieser Ruhe zu finden, um wieder die Regulation zu finden und zwar nicht nur in die Äußerliche sondern auch in die innerliche Regulation dass der Hund wirklich diese Stresshormone abbauen kann auf einem regulierten Level sind.
00:11:05: Weil was passiert natürlich, wenn du noch Stresshormone im Blut hast?
00:11:09: Dann sieht dein Hund vielleicht reguliert aus und du biegst die Straße ab.
00:11:15: da kommt der nächste Hund.
00:11:16: dann ist er viel schneller von null auf hundert als er noch vorher war weil er noch Stress Hormone in Blut hatte, die sofort wieder aktiv sind Präsenz sind und da schießt sofort wieder andere in der Linie nach.
00:11:31: Und dann bist du halt wieder einem Level, das Du nicht willst!
00:11:35: Jetzt ist es halt häufig so dass gerade bei jungen Hunden oder sensiblen Hunden die geraten besonders schnell in diese dauerhafte Überregung und trotzdem erwarten wir häufig ruhiges Laufen dass sie sich an uns orientieren.
00:11:51: Natürlich, wir sind ja auch die Rudelführer.
00:11:53: Konzentrationen verlangen wie ihnen ab und perfekte Begegnungen!
00:11:58: Also die sollen einfach immer den Knick heraushängen lassen sozusagen.
00:12:05: Dabei fehlt oft die wichtigste Grundlage überhaupt eben diese innere Regulation das diese Stresshormone wieder auf Null geraten dürfen.
00:12:16: Ein Hund in einem hohen Erregungszustand kann nicht sauber lernen, er kann sich nicht stabil orientieren.
00:12:24: Nicht weil er nicht will sondern weil sein Nervensystem einfach maßlos überfordert ist und die Explosion beginnt viel früher.
00:12:32: Die meisten Menschen sehen vor allem den Ausbruch also das Bellen oder diese Eskalation.
00:12:39: Aber die eigentliche Leinenexplosion, die startet oft schon Minuten vorher.
00:12:44: Zum Beispiel durch hektische Scannen, durch flache Atmung, durch eine hohe Körperspannung, doch fixieren oder der scan ständig die Umwelt und Unruhe in der Bewegung also das alles sind Beispiele.
00:12:59: manchmal beginnt es auch schon zu Hause Also vor dem Spaziergang.
00:13:03: zum Beispiel überleg dir doch mal, wie du das Halsband deines Hundes anlegst.
00:13:09: In welcher Stimmungslage?
00:13:11: Aber genau diese Signale werden halt oft übersehen und viele reagieren dann erst wenn der Hund bereits komplett hochgefahren ist weil es für uns halt auch so offensichtlich ist man sieht ja der Hund eskaliert jetzt sollte man was tun.
00:13:24: da ist der Leidensdruck bei uns einfach ein bisschen höher Und dann ist die Motivation bei uns höher etwas dagegen zu tun Weil wir das nicht wollen.
00:13:33: Dabei liegt eben genau hier der Wendepunkt, er soll frühzeitig erkennen.
00:13:38: Denn je früher man es bemerkt dass es beim Hund zum Beispiel innerlich gibt, desto eher kann ich ihn begleiten.
00:13:45: und das heißt wir haben eine Chance, dass wir nicht erst im Chaos sondern schon davor den Hund begleitet können auf einen ruhigen Spaziergang.
00:13:55: Und das ist wirklich so für mich die größte Erleichterung weil wir eine Chance haben wenn wir es erkennen.
00:14:02: Das ist unser mega Vorteil, dass wir ein Bewusstsein haben und das verändern können.
00:14:08: Wuf wuf leckerli!
00:14:11: Auf meiner Webseite findest du immer wieder die Chance in einem Live Workshop von mir teilzunehmen zu den top aktuellsten Themen wie Leinenführigkeit, Jagdabbruch.
00:14:21: alleine bleiben also komm auf meine Webseiten und bucht dir ein exklusives Ticket für meinen Live Workshop inklusive Aufzeichnung.
00:14:30: Das Ganze findest du unter www.praxis-hundewelt.de.
00:14:35: und jetzt möchte ich euch noch erzählen, warum Druck oft alles verschlimmert weil man kann ja auch jetzt sagen nimmst eine Rappeldose mit oder die Flasche auf den Spaziergang.
00:14:48: Wenn Spaziergänge aber ständig eskalieren, dann entsteht beim Menschen oft Frust.
00:14:53: Und aus diesem Frust entsteht häufig Kontrolle, mehr Kontrolle.
00:14:57: Es entsteht mehr Spannung, mehr Korrektur, mehr Druck.
00:15:00: Da kommt die Wasserflasche vielleicht mal zum Einsatz oder so.
00:15:04: Funktioniert ja auch relativ schnell bei vielen Hunden.
00:15:07: also das muss man ja auch zugeben.
00:15:09: Aber die Art und Weise wie's funktioniert muss man hinterfragen weil der Hund lernt dadurch nicht automatisch Sicherheit, sondern dadurch erhöht sich bei vielen Hunden der innere Stress noch weiter.
00:15:26: Sie kaschieren es aber nach außen hin und oft lernen sie eben nur draußen ist alles noch anstrengender und ja sind eigentlich maßlos überfordert, aber ja lernen eben nicht nachhaltig weil das ist ja unser Ziel.
00:15:42: Korrekturen, die helfen schnell.
00:15:45: Ja für Menschen, die schnell irgendwie eine Lösung wollen.
00:15:49: Helfen harte Korreakturen aber sie helfen nicht nachhaltig weil wenn ich mal einmal die Wasserflasche nicht dabei habe oder ja wenn ich die Rappeldose zu Hause liegen hab lassen dann ist das leider gleich vorbei.
00:16:02: jetzt muss man sich im Umkehrschluss anschauen wie denn dann Sicherheit entsteht?
00:16:08: Weil Grenzen sind ja nicht unwichtig Grenzen sind sehr wichtig, um einen Rahmen abzustecken.
00:16:14: Aber jetzt gibt es ja immer wieder so diese Extreme im Hundetraining.
00:16:19: Wenn du jetzt sagst, du bestätigst positiv bist du sofort ein Wattbauschwerfer.
00:16:24: und wenn du sagst du setzt eben positive Strafe ein also das hinzufügen quasi eines aversiven Reizes wie zum Beispiel eine Wasserflasche oder eine Rappeltose Dann heißt es oft gleich, du bist der böse Hundemensch.
00:16:42: Der den Hund quält.
00:16:44: und aus meiner Sicht ist beides richtig.
00:16:47: also wenn man nur mit positiver Verstärkung trainiert ohne Grenzen zu setzen sondern wenn man sich nur die Rosinen herauspickt und dann nur die tollen Momente die der Hund anbietet bestätigt finde ich hat man verloren.
00:17:01: und wenn man mit aversiven Methoden arbeitet hat man auch verloren.
00:17:06: Ich denke Wirklich gute Methode liegt in der Mitte und zwar sowohl Grenzen setzen als auch Management betreiben, aber nie den Hund verletzten.
00:17:19: Niemals dazu zwingen sich im Außen zu regulieren, aber innerlich unreguliert zu bleiben.
00:17:26: Also diese Illusion kann man den Menschen echt nehmen weil der Hund wird sich nicht innerlich regulieren nur weil er äußerlich gut aussieht.
00:17:34: und das sieht man zum Beispiel ganz oft bei Hunden die auf dem Hundeplatz trainieren.
00:17:40: Die sind innerlich mega angespannt sie wollen natürlich ihr Qui-Chi usw.
00:17:43: als Belohnung haben und die laufen dann am Platz die perfekte Begleithundeprüfung Bis sie dann irgendwo in der Stadt angekommen sind, da funktioniert plötzlich gar nichts mehr.
00:17:54: Und auch das ist eben so... Ich kenne sowohl die eine als auch die andere Seite Begleithundetraining ausschließlich positiv und Begleithundetrainig ausschliesslich mit Strom.
00:18:08: Gab es ja früher, ne?
00:18:10: Beides Kacke!
00:18:11: Also man muss den Mittelweg finden und dem Hund auch mal eine Grenze setzen.
00:18:16: Das bedeutet für mich, ich schneide ihm den Weg ab und sage hier gehen wir nicht lang oder blockiere ihn einfach mit meiner Hand.
00:18:26: Das ist eine Grenz die ich mit meiner hand setze.
00:18:29: das ist aber nicht gleich automatisch eine positive Bestrafung weil letztendlich entscheidet der Hund als Empfänger was eine positive oder negative Bestrafung ist, also wie er das wahrnimmt sozusagen.
00:18:43: Oder wie er auch darauf reagiert.
00:18:45: aber ich als Mensch... Also ich befinde mich hier schon oft mal in einer Gradwanderung.
00:18:53: Aber hier muss ich sagen es timing entscheidend Hier ist ja auch das Gefühl des Fingerspitzengefühl für den Hund entscheidende.
00:19:03: und natürlich dass sich Immer nach diesen Richtlinien arbeite.
00:19:08: ich vermeide Schmerzen.
00:19:09: Ich vermeide absolut, dass mein Hund sich im Außen reguliert aber im Inneren nicht und das merkt man an ein paar Eckpunkten.
00:19:18: also das erkläre ich dir ja in meinem fünf-Stufen Workshop nochmal genauer an was man diese Regulationsformen oder an was Man das merken ob sich der Hund nur äußerlich reguliert oder auch innerlich.
00:19:31: und deshalb ist es ja auch so wichtig zu erkennen, was mein Hund wirklich macht.
00:19:38: Und deswegen habe ich ja auch diesen Kurs entwickelt damit die Menschen einfach diesen Aha-Moment erleben den ich damals hatte mit diesem Thema Ja okay jetzt zeigt mir jemand wie Leinenführigkeit funktioniert im Gegensatz zur Okay Jetzt verstehe ich warum mein Hund es so schwer hat, die Leinenführigkeit mit mir zusammen durchzuführen.
00:20:04: Also warum er nicht dauerhaft zu entspannt an der Leine gehen kann?
00:20:08: Weil ... also gibt ja verschiedene Faktoren.
00:20:12: das ist jetzt nicht nur weil ihr ausweichen möchtest sondern es gibt Rassidispositionen etc.
00:20:19: Also ladt euch solche Dinge die ich euch auch in meinen Kursen erkläre.
00:20:24: Ihr werdet hier Wissen sammeln und das ist die erste Basis um wirklich Veränderung vorzunehmen.
00:20:34: Ihr müsst euch dieses Wissen ansammeln, ihr müsst euch kritisch hinterfragen und wir arbeiten uns ja die Fragen gemeinsam auch im Einzelcoaching
00:20:44: usw.,
00:20:46: damit ihr hier einen Blick bekommt was überhaupt los ist.
00:20:52: Wenn man natürlich will drauf los trainieren kann man machen gibt es auch Trainer die sagen Jetzt ist die Zeit, wir packen es an.
00:21:04: Aber es gehört doch einen Plan dahinter.
00:21:06: also das ist meine Intention dass erst mal Verständnis kommt, dass erstmal dieses Wissen kommt um dann zu sagen so und jetzt natürlich parallel zu diesen Dingen gibt's immer wieder kleine Aufbauübungen die man schon machen kann.
00:21:24: also je nach Wissensfortschritt Passe ich ja die Übungen dazu an für den Alltag.
00:21:31: Aber wenn man gemeinsam wachsen möchte, dann ist das ein Prozess.
00:21:35: und dieser Prozess beinhaltet eben einfach ein aufbauendes System.
00:21:41: da kann nicht von null auf hundert anfangen sondern wir schauen uns wirklich von der Pieke auf an was hier verkehrt läuft.
00:21:49: Und da sind wir eigentlich schon beim Kernpunkt.
00:21:52: Sicherheit für den Hund entsteht durch Orientierung, durch Klarheit und durch Stabilität.
00:21:58: Und die kann ich ihm geben wenn ich das Wissen habe, wenn ich weiß wie ich vorausschauend denken kann Wenn ich wirklich weiß was beim Hund passiert.
00:22:08: Ja da kann ich jeden nur einladen wirklich sich den fünf-Stufen Workshop einmal anzuschauen damit ihr dieses ganze System Hund oder dieses Nervensystem auch, was alles dazugehört einmal verinnerlicht habt.
00:22:24: Das kann euch keiner mehr nehmen!
00:22:26: In der Praxis jetzt also im Trainingsalltag dass ich immer wieder ähnliche Muster und das lässt mich aufwachen.
00:22:34: Menschen fokussieren sich komplett auf die Begegnung selbst, auf den anderen Hund, auf das Verhalten des anderen Hundes.
00:22:42: doch oft liegt die eigentliche Schwierigkeit schon vorher im System Der Hund der startet bereits eben angespannt in den Spaziergang Das Halsband funktioniert ja schon gar nicht richtig anzulegen oder das An- und Ableinen das Klicken der Leine ist ganz oft ein Thema auch wenn Wenn die Hunde abgeleint werden, dieses Klicken des Karabiners, dann sind sie zisch und weg.
00:23:04: Das ist ganz häufig ein Thema Und viele gehen eben schon mit dieser Erwartung los.
00:23:09: Gleich passiert es wieder Der große schwarze böse Hund kommt auf uns zu.
00:23:14: Ich weiß eigentlich gar nicht was ich tun soll.
00:23:16: Und genau diese Anspannung überträgt sich dann auf den Hund Und zwar schon von Anfang an.
00:23:22: Weil der Hund, der liest ja nicht nur die Situationen sondern Sie lesen uns Sie lesen unsere Atmung, unsere Körperspannung und unsere Erwartungshaltung.
00:23:32: Und manchmal verändert sich unglaublich viel wenn Menschen beginnen selber ruhig zu werden.
00:23:38: also sie sollen jetzt nicht passiv werden oder unsicher sondern einfach klarer und wirklich reflektieren was man jetzt hier in diesem Moment überhaupt denkt.
00:23:48: weil wir laufen immer blind so in diese Situationen rein und da reicht manchmal schon ein bewusster atemzug Ein bisschen mehr Beobachtung und weniger Kampf.
00:23:59: Innerlicher Kampf!
00:24:00: Und plötzlich entstehen ganz andere Spaziergänge, wenn Verständnis da ist, wenn das Wissen dann da ist... Wenn man weiß okay mein Hund kann ja eigentlich gar nicht ausweichen.
00:24:12: Ich zwinge ihn dazu, in diese Situation zu gehen.
00:24:15: Das heißt wenn ich ihn zwingen habe das Ganze auch in der Hand um es aufzulösen.
00:24:21: Das ist wertvoll ohne Ende!
00:24:23: Eine der wichtigsten Fragen für mich lautet kämpfst du jetzt gegen das Verhalten deines Hundes oder verstehst du sein Nervensystem?
00:24:32: Weil das verändert ja alles irgendwo.
00:24:34: Und viele Hunde kämpfen draußen nicht gegen ihren Menschen, sie kämpfen mit ihrer eigenen Inneren über Forderungen und genau deshalb entsteht Veränderung oft nicht zuerst über Technik sondern übers Verständnis!
00:24:48: Das will ich euch eben geben.
00:24:49: dieses Verständnis für einander ist es für mich mega wichtig und wie schon gesagt egal in welchem Trainingszustand oder in welcher Hundeschule ihr euch befindet Dieses Verständnis kann sich jeder holen.
00:25:03: Eine zweite wichtige Denkweise für mich ist jetzt, Orientierung entsteht nicht erst in der Eskalation sondern schon lange davor im gemeinsamen Ankommen, im Beobachten, in gemeinsamen Ruheübungen und auch in klarer Führung.
00:25:20: Da komme ich jetzt echt auf einen wichtigen Punkt für euch ein Spaziergang muss kein Kampf bleiben.
00:25:28: du entscheidest am Ende.
00:25:30: Und es geht am Ende wirklich nicht darum, dass dein Hund funktioniert.
00:25:34: Es geht darum, das er sich sicher fühlen kann, dass er sich an dir orientieren kann – denn dann funktioniert sehr automatisch!
00:25:42: Aber die Erwartungshaltung ist eine andere.
00:25:44: und das Spaziergänge, die bedeuten nicht dauerhaft Stress.
00:25:47: Es ist mir wichtig zu sagen es ist kein dauerhafter Kampf, es ist keine dauer hafte Überforderung weil viele Hunde brauchen draußen nicht mehr Druck sondern mehr Regulation, mehr Orientierung um ihr Verständnis.
00:25:58: und auch das müssen die Hunde lernen und üben dass sie das jetzt bekommen.
00:26:04: Sie sind es ja gewohnt, das nicht zu bekommen und genau dort verändert sich dann die Beziehung.
00:26:08: Nicht durch Perfektion sondern durch gemeinsames Verstehen Denn manchmal beginnt ein entspannter Spaziergang nicht mit besserem Training Sondern mit einem völlig neuen Blick auf den eigenen Hund.
00:26:21: Ich wünsche euch jetzt einen wunderschönen Tag!
00:26:24: Ich hoffe ihr könnt rausgehen und einen Spazieregang miteinander genießen.
00:26:29: Ihr könnt euch gerne meinen Fünffasenprogramm.
00:26:36: Ich wünsche euch, dass ihr ganz viel von dieser Podcast-Folge für euren Alltag mitnehmen konntet.
00:26:44: Ganz viel Verständnis um gemeinsam zu wachsen!
00:26:51: Ja und das war's wieder mit dem Felgeflüster, den Podcast über das was Beziehung wirklich verändert.
00:26:57: Wenn du verstehen willst warum dein Hund reagiert wie er reagiert findest Du mehr Impulse unter www.praxis-hundewelt.de Und vielleicht hörst Du beim nächsten Mal schon etwas anders hin!
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